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EXHIBITION LOST THE WAY HOME

26 NOVEMBER - 19 DECEMBER 2021 RESO FABRIK WINSEN LUHE

Neulander Weg 15, 21423 Winsen (Luhe)

22 OKTOBER - 21 NOVEMBER 2021 ST. MICHAELISKIRCHE LÜNEBURG - NOW CLOSED-

Johann-Sebastian-Bach-Platz 21335 Lüneburg

Meine Damen und Herren,
ich freue mich, dass Sie heute Abend zur Vernissage von "Lost the way home" erschienen sind.
Vielen Dank an Herrn Michael Elsner, den Vorsitzenden des Lebensraum Diakonie, und vielen Dank an Pastor Gunnar Jahn-Bettex sowie Pastorin Silke Ideker der St. Michaelis Kirchengemeinde. 
Dass diese Ausstellung realisiert werden konnte, ist überhaupt allen zu verdanken, mit denen ich zusammengearbeitet habe.
Es ist mir ein großes Vergnügen, meine Ausstellung in diesem überaus charmanten historischen Baukunstwerk zu zeigen. An Orten wie diesem sind Musiker und Denker ausgebildet worden, und jeder von ihnen hat – ob mit der Musik oder dem Geist – Werke geschaffen, die in dieselbe Richtung weisen: zur Erkenntnis Gottes.
Heute möchte ich "Lost the way home" vorstellen, indem ich mich von einem meiner Lieblingsphilosophen inspirieren lasse: Platon. Er bezieht sich auf einen bestimmten Gott oder – besser gesagt – Dämon.
Im Symposion hatten sich Sokrates und andere Philosophen der damaligen Zeit versammelt, um über Philosophie zu diskutieren, insbesondere darüber, was Eros oder Liebe ist.
Es folgte eine Definition nach der anderen, bis der Lehrer Sokrates das Wort ergreift und die Idee der Liebe einführt, die ihm Diotima von Mantinea vorgestellt hatte.
Diotima betont, dass Eros oder Liebe kein Gott ist, wie Sokrates annahm. Er oder sie ist ein Mittelweg zwischen schön und hässlich, zwischen Weisheit und Unwissenheit, zwischen Sterblichem und Unsterblichem: ein Dämon.
Eros ist ein Botschafter zwischen den Göttern und den Menschen und eine kosmische Kraft, die die Kluft zwischen beiden Seiten überwindet. 
Ich lade Sie ein, die Fotografien unter diesem Gesichtspunkt zu betrachten. Nicht einfach nur als Fotos, sondern mit der Kraft dieser kosmischen Liebe, die zwei unterschiedliche Himmel vereint: den Himmel des Wissens, also der Ärzte, und den Himmel der Obdachlosen. Zwei völlig unterschiedliche Himmel: der eine ein wenig weise, der andere ein wenig unwissend, der eine schön, der andere hässlich. Genau die gleichen Himmel, die von dieser nicht greifbaren Präsenz, dieser zaghaften Liebkosung des einzigartigen Gefühls namens Liebe erfüllt sind.
In der Tat ist es die Liebe, die das Handeln und Denken der freiwilligen Helfer des ArztMobils bestimmt. Diese kosmische Kraft, die die Leere zwischen Mensch und Mensch und Mensch und Gott ausfüllt.
Was mich betrifft, so traf ich eines Tages mitten in der Pandemie ganz zufällig auf das ArztMobil. Ohne wirklich zu wissen, was mich erwartete, außer dass ich Ärzte und Obdachlose fotografieren würde. Nur um sehr bald festzustellen, dass auch ich meine Vorurteile, meine Wut und meine Tränen beiseite schieben musste, um der Kraft des Eros Raum zu geben.
Signore e Signori,
ringrazio tutti voi per essere venuti stasera al vernissage di Lost the way home.
Grazie al Sig. Michael Elsner direttore del Lebensarum Diakonie e al Pastore Gunnar Jahn-Bettex e alla Pastora Silke Ideker der St. Michaelis Kirchengemeinde. 
E ovviamente grazie a tutte le persone con cui ho lavorato per la realizzazione di questa mostra.
È per me un grande piacere esporre in questo luogo di assoluto fascino e dall’architettura antica. In luoghi come questo si sono formati musicisti e pensatori ed ognuno di loro, chi con la musica chi con la ragione, ha prodotto opere orientate tutte verso un’unica direzione: il conoscimento di Dio.
Oggi voglio introdurre Lost the way home prendendo spunto da uno dei filosofi greci a me più cari, Platone, riferendomi a un dio particolare, anzi, un demone. 
Nel Simposio, Socrate e altri filosofi dell’epoca sono riuniti per discutere di filosofia, in particolare si parla di cosa sia Eros o Amore.
Le definizioni si susseguono fino a quando il maestro Socrate prende la parola e introduce l’idea di amore che gli è stata presentata da Diotima di Mantinea.
Diotima afferma che Eros o Amore, non è un dio, come ritenuto da Socrate. È una via di mezzo tra bello e brutto, tra sapienza e ignoranza, tra mortale e immortale: un demone.
Eros è un messaggero tra gli dei e gli uomini ed è una forza cosmica che colma il divario tra di essi.
In quest’ottica vi invito a guardare queste foto stasera. Non semplicemente come delle foto, ma con la forza di quell’amore cosmico che unisce due cieli diversi: il cielo della conoscenza, cioè quello dei medici, e il cielo dei senzatetto. Due cieli totalmente diversi un po’ sapienti un po’ ignoranti, un po’ belli un po’ brutti, esattamente gli stessi cieli che vengono colmati con quella presenza intangibile, quella timida carezza di quell’unico sentimento chiamato amore.
È infatti l’Amore che muove le mani e le coscienze dei volontari di ArztMobil, quella forza cosmica che colma il vuoto degli uomini tra gli uomini, e tra gli uomini e Dio.
In quanto a me, sono arrivato lì per caso, un giorno in piena pandemia, senza sapere bene cosa mi aspettasse se non che avrei fotografato dei medici e dei senzatetto, salvo scoprire molto presto che avrei dovuto, più volte, mettere da parte i miei pregiudizi, la mia rabbia, le lagrime, e dare spazio anche io alla forza di Eros.

10 JUNE - 02 SEPTEMBER 2021 ITALIENISCHE KULTURINSTITUT HAMBURG - NOW CLOSED-

Hansastraße 6 - 20149 Hamburg

Danke an die Sponsor und Partner für die Ausstellungen Lost the way home.

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